Selbst festlegen, wer was erbt.

Die gesetzliche Erbfolge muss nicht unbedingt Ihren Vorstellungen entsprechen. Daher empfiehlt es sich, einen Blick auf die gesetzliche Regelung zu werfen und individuelle Wünsche in einem holografischen oder öffentlichen Testament festzuhalten. Auf diese Weise können Sie klare Verhältnisse schaffen und Streit unter den Verwandten nach Ihrem Ableben vermeiden.

Holografisches Testament

Ihr Testament können Sie selbst erstellen. Dabei ist es unbedingt notwendig, dass Sie es handschriftlich verfassen und mit Ihrem vollen Namen unterschreiben. Sie können Ihr Testament jederzeit abändern oder neu entwerfen. Um Missverständnissen vorzubeugen, vergessen Sie dabei nicht, die jeweilige Version mit dem aktuellen Datum zu versehen. Diese Form des Testaments nennt sich holografisches Testament.

Öffentliches Testament

Besonders bei komplexen Vermögensregelungen empfehlen wir Ihnen, ein öffentliches Testament anzulegen. Das bedeutet, dass Sie Ihre Erbfolge mit einem Notar besprechen. Hierbei reicht es, wenn Sie ihm Ihre Wünsche mündlich mitteilen. Der Notar holt dann abschließend Ihre Unterschrift ein.

In beiden Fällen ist es wichtig, dass Sie Ihren Angehörigen von der Existenz und dem Aufbewahrungsort Ihrer Nachlassregelung berichten. Angaben zur Ausführung der eigenen Bestattung sollten nicht im Testament stehen, denn es wird üblicherweise erst einige Zeit nach der Bestattung eröffnet.

Eine Übersicht zum Thema „Erben und Vererben“ mit Testamentsbeispielen finden Sie in der Broschüre des Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz.